From Zero to Hero!

“Niemals den Glauben verlieren, keine Ausreden bringen, Prioritäten setzen, hartnäckig sein.” Das ist alles was zählt! Andranik Hakobyan, unter dem Pseudonym Ando Hakob als Boxer bekannt, kommt ursprünglich aus Armenien, lebt aber bereits seit 20 Jahren in der Schweiz. Er konnte sich hier ein neues Leben aufbauen und will der Gesellschaft nun als Dank etwas zurückgeben. Wie hat er es „From Zero to Hero“ geschafft? 

“Ich bin jeden Tag dankbar, dass ich hier leben kann.”

Früher war es Ando’s großer Traum, Fußballprofi zu werden. Jedoch hat er schnell festgestellt, dass Mannschaftssport nicht das Richtige für ihn ist. “Weil ich mein ganzes Leben lang gekämpft habe, habe ich mir gedacht, dass ich etwas mit Kampfsport machen will.”

Als Ando zum ersten Mal einen Boxclub betrat und dem Trainer sagte, er wolle Profiboxer werden, meinte dieser nur: “Aus dir wird niemals ein Boxer!” War das der ausschlaggebende Moment für den Beginn von Andos Profikarriere?

“Innerlich habe ich mir gedacht, dass ich es ihm zeigen werde.”

Ab diesem Zeitpunkt ist er nicht mehr zu bremsen. Ando gibt immer 100%, trainiert mehrmals täglich, holte sich den Schweizermeistertitel im Halb-Weltergewicht und hat nun sein eigenes Boxgym in Baden eröffnet. Letzteres war auch schon länger ein grosser Wunsch von Ando. Dank I believe in you konnte er diesen nun endlich realisieren.

Mit dem durch I believe in you gesammelten Geld hat Ando sein eigenes kleines Fitnesscenter aufgebaut. Dafür waren diverse Renovationen und Umbauarbeiten nötig. Zudem musste neues Equipment angeschafft werden. Ebenso will er mit dem gesammelten Geld die Mitgliedsgebühren für die Kids möglichst gering halten können. Ausserdem bietet er das Training sogar zweimal die Woche umsonst an.

In seinem Gym leitet Ando das “CrossBoxing”, welches eine Mischung aus Crossfit und Boxen ist. Es ist aber zugleich auch ein soziales Projekt: Ando sieht den Sport als sehr gutes Mittel der Integration. Da er in seiner Umgebung ein Vorbild für viele Jugendliche sowie andere Migranten ist, will er diesen Status positiv ausnutzen.

Früher hat Ando seinen Aggressionen ab und zu auf der Strasse freien Lauf gelassen. “Als Flüchtling hat man es schwer; man kann die Sprache noch nicht, man wird ausgelacht, teilweise wird man nicht akzeptiert. Mit der Zeit baut sich deswegen ein gewisser Frust auf.” Als er dann mit dem Boxen anfing, lernte er Disziplin und mit dem Erfolg kam der nötige Respekt. Der Sport hat ihm ein passendes Ventil für seine Frustration geboten.

Mit dem Training will Ando nun Andere für den Boxsport begeistern, ihnen soziale Werte und Normen vermitteln und sie so möglichst vor Dummheiten bewahren. Trotzdem sieht er sich selbst nicht als Pädagoge. “Ich wirke glaubwürdig und authentisch für die anderen Flüchtlinge, weil sie genau wissen, was meine Vorgeschichte ist. Boxen ist für mich eine Lebensschule. Diesem Sport habe ich viel zu verdanken. Mein Verhalten hat sich um 180 Grad gedreht. Für viele Jugendliche bin ich ein Vorbild und das motiviert mich noch mehr.”

Wer glaubt, dass sich Ando nun auf all seinen Erfolgen ausruhen wird, der täuscht sich gewaltig. Für Ando ist nach dem ersten Erfolg nämlich noch lange nicht Schluss!

“Andere leben den American Dream. Für mich ist das der Swiss Dream.”

Ando hat sein Zwischenziel erreicht. Kein Grund, sich nun ab sofort auf Lorbeeren auszuruhen! Weitere Pläne und Ziele für dieses Jahr hat er nämlich schon in Sicht. Unter anderem möchte Ando eine eigene Box-Veranstaltung durchführen. Wir bleiben auf jeden Fall gespannt, was Ando in seinem Leben noch alles erreichen wird und wünschen ihm auf diesem Weg viel Erfolg und alles Gute! 

Welchen Stellenwert Ando für seine Athleten hat und wieso er der beste Trainer der Welt ist, erfährt ihr im Video.

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